Familie Nothhausen

1. Ahnenspitze Schlimgen aus Köln-Niehl

Meine ältesten Schlimgen-Vorfahren sind das Ehepaar Heinrich Schlimgen und Mechthild geborene N. aus Köln-Niehl. Sie ließen zwischen 1648 und 1654 drei Kinder in der katholischen Pfarrkirche St. Katharina taufen.

 

Auch auf der "Schäl Sick" in Köln-Flittard wird nach dem Familiennamen Schlimgen geforscht. Leider konnte noch keine verwandtschaftliche Brücke über den Rhein geschlagen werden. 

 

Quelle: Kirchenbücher St. Katharina, Köln-Niehl


 

2. Von Düsseldorf-Hamm über Köln nach Stommeln

Die Familie Nothhausen stammt ursprünglich aus dem heutigen Düsseldorfer Stadtteil Hamm. Joes Nothausen, Witwer heiratete am 24. Januar 1705 in der damaligen katholischen Pfarrei St. Peter in der Kölner Innenstadt Sybilla Nussenberger aus Stommeln und begründete damit die Familie Nothausen - später Nothhausen - sowohl in Pulheim-Stommeln, als auch in Köln-Roggendorf.


 

3. Von Stommeln nach Moskau

Denkmal der Napoleon-Veteranen auf dem Friedhof in Stommeln

Auf dem Friedhof in Stommeln befindet sich ein Denkmal der unter dem französischen Kaiser Napoleon gedienten Soldaten. Die ehemaligen Veteranen hatten 1856 den Gedenkstein zur Erinnerung errichtet. Unter den Namen der Stifter befindet sich der Eintrag: "H. Nothausen  Art."

Der Urgroßvater meiner Großmutter, namens Heinrich Nothausen wurde 1791 in Stommeln geboren. Zunächst verdiente er sich sein Einkommen als Knecht. Mit 21 Jahren wurde er zur französischen Armee eingezogen und nahm 1812 am Feldzug Kaiser Napoleons gegen das zaristische Russland als Artillerist teil. Die französische "Grande Armée" hatte damals eine Stärke von ca. 475.000 Mann und nicht ganz 200.000 Pferden. Der Familienüberlieferung zufolge war Heinrich Nothausen eingeteilt worden, die Artillerie-Pferde zu verpflegen. Zusammen  mit der französischen Armee zog er am 14. September 1812 in die fast menschenleere Stadt Moskau ein. Bereits im Oktober 1812 mussten die französischen Streitkräfte die Stadt an der Moskwa wieder verlassen. Nach der französischen Niederlage in Russland sammelten beide Kriegsparteien nochmals neue Truppen und es kam im Oktober 1813 zur Völkerschlacht bei Leipzig. Schließlich besetzten 1814 zunächst russische, dann auch preußische Truppen das Rheinland. Heinrich Nothausen  scheint sich in diesem politischen Kriegswirrwarr irgendwie durchgeschlagen zu haben. Denn, 1828 vermählte er sich mit Maria Christina geborene Odendahl aus Roggendorf. 

Veteranen und Spender des Denkmals, u.a. H. Nothausen

In den Konskriptionslisten der französischen Verwaltung im Rheinland wurde auch ein Vetter von Heinrich Nothausen, Johann Nothhausen verzeichnet. Er war am 18. Juli 1780 in Stommeln geboren und verstarb am 14. März 1834 in Stommeln als Tagelöhner. Seine Frau war Clara geborene Braun. 


 

Quelle: Landesarchiv NRW, Roer-Dep. diverse Akten

 




4. Familie Nothhausen auf dem Simonshof in Roggendorf

1828 heiratete Heinrich Nothausen aus Stommeln Maria Christina geborene Odendahl vom Simonshof in Roggendorf. Es handelt sich dabei um einen kleinen Dreikanthof aus dem Jahre 1857. Allerdings lässt sich die Hofgeschichte erheblich weiter zurückverfolgen, da der Bauernhof früher im Besitz des Kölner Domstiftes war. 

Letzter bekannter Bauer war Heinrich Nothhausen. Er verstarb im Jahre 1936 und war Mitglied des Kirchenvorstandes der damaligen katholischen Pfarrei St. Johann Baptist in Köln-Thenhoven. Sein Sohn Heinrich Nothhausen fiel als Soldat 1944 in Estland mit 20 Jahren. Johann Nothhausen - der Bruder von Heinrich Nothhausen sen. - sorgte als Polizeisergeant bis 1916 in der Gemeinde Worringen für Ordnung.  

 

Quelle: Dagmar Hötzel: Köln: Worringen und Roggendorf-Thenhoven, Köln 2002, S. 380