Kuriose Fundstücke 

Hier sollen einige kuriose Fundstücke meiner eigenen Ahnenforschung dargestellt werden: 

 

1. Nicht aufindbar: Im Sterberegister der Bürgermeisterei Dormagen, Rheinland suchte ich nach der Sterbeurkunde von Anna Catharina Bayer geborene Koenen. Mir war der ungefähre Todeszeitraum bekannt. Die Verstorbenen werden unabhängig ob sie nun verheiratet oder ledig geblieben sind, unter ihrem Geburtsnamen im Register aufgeführt. Also schaute ich unter dem Buchstaben K = Koenen. Leider nein. Zweiter Versuch unter C = Coenen ebenfalls nichts. Hatte der Standesbeamte die Tote unter ihrem Ehenamen "Bayer" eingetragen? Auch wieder nichts. Also bin ich das Register systematisch von A bis Z durchgegangen und fand die Verstorbene unter dem Buchstaben "E". "Ehefrau Anton Bayer"


 

2. Erst gestorben, dann geheiratet: Am 13. Januar 1791 wurde in Barkhausen, katholische Pfarrei Weiberg, jetzt Kreis Paderborn, Westfalen Joannes Joseph Berghoff gn. Flässer geboren. Er war ein Bruder der Großmutter meines Urgroßvaters Karl Kückelheim. Seine Taufpaten waren "Joan Joseph Göckede et Anna Angela Budde". Im Taufbuch von Weiberg wurde vermerkt, dass er am 18. Juni 1816 verstarb, nachdem er als Soldat wieder nachhause gekommen war. 

Allerdings heiratete Joannes Joseph Berghoff gn. Flässer am 03. November 1816 Elisabeth Harthmann aus Störmede. Daraufhin strich der Pfarrer das obige Sterbedatum - dass als Ergänzung bei seiner Taufe stand - durch und an dem obigen Sterbeeintrag wurde ergänzt, dass es sich bei dem Toten um einen "Oebbeke aus Brenken" handelte, "der gleichen Namens gerufen sein." Vermutlich hat dieser für Johannes Joseph Berghoff den Wehrdienst geleistet. 


 

3. Eine weiße Taube erscheint: Am 23. September 1797 verstarb in Hoinkhausen, jetzt Stadt Rüthen im Landkreis Soest, Westfalen der Jüngling Joes Joseph Heinrich Birwe gt. Siedhövers - sein älterer Bruder war mein direkter Vorfahre - im Alter von 25 Jahren. Damals war Melchior Ludolf Herold Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Pankratius  in Hoinkhausen. Er verfasste folgenden Sterbeeintrag: "1794 auf Gründonnerstag hat sich folgenden merkwürdige Begebenheit zugetragen: Dieser Jüngling pflügte im Felde des morgens und habe vor den Pferden eine weiße Taube auf und abgehen nach einer Ruhepause standen die Pferde still, und die Taube stellte sich neben den Pferden vor ihnen und sagte: Halt stille, spann ab gehe nach Hause mit den Pferden und dann gehe zur Kirche und bete für mich 60 mal den Rosenkranz, so bin ich erlösst, und ich will wieder für dich beten, willst du daselbst tun?...Joseph geht zur Kirche und fängt das gehörte.zu beten. Den anderen Tag als er aus der Kirche gekommen, erscheint ihm die Taube nochmal und setzt sich ihm auf die Schultern und sagt: geh zu deiner Schwester, die wird dich wohl aufnehmen, du wirst nicht lange mehr leben, ich bin deine Mutter (Maria Elsche Mencke gest. 1775)."